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William Wolff Foto: Klugschnacker l William Wolff, 2009 l CC BY-SA 3.0

8. Juli 2020: Trauer um langjährigen Landesrabbiner William Wolff

„Der Drang des Menschen zum Guten überwiegt.“ Dafür stand Landesrabbiner William Wolff ein Leben lang ein. Nun ist er am heutigen Tage im Alter von 93 Jahren in London von uns gegangen. Wir gedenken!

Zeit seines Lebens gab Wolff den jüdischen Emigranten eine Stimme und suchte stets den zivilgesellschaftlichen Dialog. Im April 2002 übernahm Wolff das Amt des Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern und pendelte zwischen Großbritannien und seiner neuen zweiten Heimat. 2008 war er maßgeblich daran beteiligt, als in Schwerin eine Synagoge erbaut wurde. Er wurde vielfach geehrte – u.a. mit als Ehrenbürger der Städte Rostock und Schwerin und mit dem Bundesverdienstkreuz ersten Grades - und bekam 2007 sogar die Ehrendoktorwürde der Universität Greifswald verliehen.

Besonders bewundernswert war sein Weitblick die vergangenen, aktuellen Ereignisse und die Zukunft gewissenhaft voneinander zu trennen. So betont er, dass die deutschen Bürger*innen im zweiten Weltkrieg nicht nur Leid über die jüdische Bevölkerung gebracht haben, sondern auch teilweise schützend vor ihnen standen. Er liebt den Diskurs und konnte nicht nur durch seine eloquente Art unterschiedlichste Menschen zusammenführen.

Wir verneigen uns vor einer herausragenden Persönlichkeit. Selbstverständlich fällt es uns schwer einen so großartigen Menschen gehen zu lassen. Gleichzeitig schauen wir ehrfurchtsvoll auf sein Lebenswerk zurück und werden unser Bestes geben sein Vermächtnis in Ehren zu halten. In der schweren Zeit wünschen wir seiner Familien und Wegbegleiter*innen viel Kraft.

HIER geht es zur Presseerklärung der SPD-Landtagsfraktion.

https://www.youtube.com/watch?v=BIYUaU4Kp1Q

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