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Niederdeutsche Sprache Foto: Philipp da Cunha

30. Januar 2020: Pressemitteilung: Regionale Sprachen nicht dem Vergessen überlassen

Auf Initiative der SPD-Landtagsfraktion, soll Niederdeutsch als norddeutsche Regionalsprache stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gelangen. Zusätzliche Ortsschilder mit niederdeutschen Ortsnamen sollen das Interesse an der Sprache wecken und Identität stiften. Dazu erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Philipp da Cunha:

„Wir dürfen nicht vergessen, dass die niederdeutsche Sprache nur durch eine kontinuierliche Pflege und Beachtung erhalten bleiben kann. Der sogenannte drohende „Sprachtod“, tritt dann ein wenn eine Sprache keine Muttersprachler mehr besitzt. Dies ist keine Illusion und wird in diesem Jahrhundert mutmaßlich bis zu 3.000 Sprachen weltweit begraben.

Unser Antrag setzt ein Zeichen, die Kommunikation mit den Vereinen und Verbänden zu pflegen und vielleicht noch weitere Baustellen herauszuarbeiten, um ein wichtiges Kulturgut in unserem Bundesland zu erhalten. Es kann also für all diejenigen, die der niederdeutschen Sprache mächtig sind, Identität stiften und für alle anderen kann es das Auseinandersetzen mit der Heimat und der damit verbundenen Geschichte fördern.

Wenn wir uns nicht für unsere Heimat und ihre Besonderheiten einsetzen, wer dann?“

Hintergrund: Der Antrag sieht vor, dass zukünftig neben dem bekannten Ortseingangsschild ein weiteres Schild aufgestellt werden kann, dass dann den niederdeutschen Namen der Ortschaft trägt. Weitere Diskussionen diesbezüglichen sollen dann im Ausschuss mit weiteren Fachverbänden und Vereinen geführt werden. Der Antrag wurde angenommen.

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